Neue EU-Vorgaben sorgen aktuell für Bewegung im Thema Bürokratieabbau. Mit verschiedenen Gesetzesinitiativen („Omnibus“-Pakete) will die EU Unternehmen entlasten.

Wir zeigen dir, was das konkret für Handwerksbetriebe bedeutet und wo es tatsächlich einfacher wird.

Bürokratie: Zeitfresser im Handwerk

Viele Handwerksbetriebe kämpfen im Alltag nicht nur mit Aufträgen, Fachkräftemangel und Termindruck, sondern auch mit zunehmender Bürokratie.

Typisch sind:

  • Dokumentationspflichten
  • Nachhaltigkeitsberichte
  • komplexe Nachweise gegenüber Behörden
  • steigende Anforderungen bei Ausschreibungen

Das Problem: Zeit, die im Büro verloren geht, fehlt auf der Baustelle.

Das EU-Omnibus-Paket

Mit dem neuen Gesetzespaket verfolgt die EU ein klares Ziel: Regeln vereinfachen und Berichtspflichten reduzieren.

Im Fokus der Planung stehen vor allem:

  • weniger Berichtspflichten für kleine und mittlere Unternehmen
  • vereinfachte Nachhaltigkeitsvorgaben (z.B. im Umfeld der CSRD*¹)
  • Entlastung bei Lieferketten-Regeln

Gerade kleinere Betriebe sollen dadurch künftig weniger Zeit für formale Anforderungen aufbringen müssen.

Konkret ist unter anderem vorgesehen, dass künftig nur noch größere Unternehmen (z.B. mit über 1.000 Mitarbeitern) unter umfangreiche Berichtspflichten fallen.

*¹ EU-Richtlinie zur verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive)

Unordentlich gestapelte Mappen und Papiere

Konkrete mögliche Änderungen für Handwerksbetriebe

Viele Details sind noch in der Umsetzung, aber einige zentrale Entlastungen zeichnen sich bereits ab:

Weniger Berichtspflichten für KMU

Viele kleinere Betriebe sollen künftig nicht mehr unter umfangreiche Berichtspflichten fallen oder vereinfachte Vorgaben bekommen.

Das reduziert vor allem:

  • Dokumentationsaufwand
  • externe Beratungskosten
  • internen Verwaltungsaufwand

Vereinfachungen rund um Nachhaltigkeitsthemen

Themen wie CO₂-Nachweise oder ESG-Berichte*² bleiben relevant, vor allem wenn sie von Auftraggebern eingefordert werden. Sie sollen aber für kleinere Betriebe weniger komplex werden.

Das bedeutet:

  • weniger Detailtiefe
  • klarere Anforderungen
  • bessere Umsetzbarkeit im Alltag

*² ESG-Berichte: Berichte, in denen Unternehmen ihre Leistungen in den Bereichen Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) offenlegen.

Entlastung bei Lieferketten & Nachweisen

Auch Lieferkettenregelungen sollen angepasst werden, damit kleinere Betriebe nicht mit denselben Anforderungen wie Großunternehmen belastet werden.
Das Ziel: mehr Verhältnismäßigkeit statt Einheitslösung.

Diese Herausforderungen bleiben bestehen

Während diese Änderungen gerade für kleine Betriebe sehr sinnvoll sind, verschwindet Bürokratie nicht komplett.

Viele Prozesse bleiben bestehen:

  • Rechnungen & Dokumentation

  • Baustellenunterlagen

  • Kommunikation im Team

  • Abstimmung mit Steuerbüro & Behörden

Die Anforderungen werden voraussichtlich weniger, aber die Organisation bleibt entscheidend.

Vier Aktenstapel in einem Büroraum

Das wird jetzt für Handwerksbetriebe wichtig

Gerade jetzt zeigt sich, welche Betriebe gut aufgestellt sind.

Denn: Weniger Bürokratie bringt nur dann entscheidende Vorteile, wenn die eigenen Abläufe funktionieren. Konkret heißt das, dass Dokumente schnell auffindbar sein und Informationen zentral abgelegt werden müssen, damit die Prozesse im Büro effizient laufen.

Betriebe, die ihre Abläufe digital organisieren, profitieren doppelt: sie erfüllen Anforderungen schneller, und sparen zusätzlich Zeit im Alltag. Statt beispielsweise Dokumente manuell zusammenzusuchen, sind alle Unterlagen sofort verfügbar.

Wenn du wissen willst, wie du in deinem Handwerksbetrieb Abläufe einfacher und effizienter organisierst, vereinbare direkt hier einen Termin mit unseren Experten für Digitalisierung: Wir schauen gemeinsam auf deine aktuellen Prozesse.